Die Pizzaserie, Teil 2 - Gefüllte Pizzabrötchen

Mit einem Pizzateig kann man eine Menge machen: Zum Beispiel gefüllte Pizzabrötchen. Gefüllte Pizzabrötchen sind ein netter Party-Snack, passen aber auch gut zu Salaten. Oder einfach als Fingerfood vor dem Fernseher!

Die Zubereitung geht schnell und einfach (wenn man den Pizzateig hat): Man benötigt pro Portion ein Teigbällchen, eine große Scheibe in Streifen geschnittener Kochschinken und 50 Gramm grob geriebenen jungen Gouda. Der Teig wird eingemehlt und leicht ausgerollt, so dass er etwa so groß wie ein Frühstücksteller ist. auf den Teig werden Schinken und Käse ausgebreitet, anschließend wird der Teig zu einer Wurst eingerollt. Diese Wurst schneidet man in 5-6 gleichgroße Stücke und bäckt diese im Ofen bei 200°C. Nach etwa 10 Minuten, wenn die Backware goldgelb aus dem Ofen lacht, serviert man das Ganze mit einem leckeren Dip (ein Joghurtdressing passt prima dazu), einem Salat oder eben einfach so. Mahlzeit!

Einfach cremig!

Hier ein paar cremige Sößchen und Dips, die in Rekordzeit zubereitet sind:

Aioli

Aioli ist eine sehr deftige Knoblauchcreme, die gut zu Pizzabrötchen und zu dicken Pizzarändern passt. Auch zu allem geeignet, wo reine Mayonnaise zu langweilig ist.

  • 100 mg Mayonnaise
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Selleriepulver (optional)

Knoblauchzehe in die Mayonnaise pressen, Selleriepulver hinzugeben, gut durchrühren, ziehen lassen, alle amourösen Verabredungen absagen, fertig.

Joghurtdressing

Dieses Joghurtdressing passt sehr gut zu Blattsalaten, ist aber auch als Dip geeignet.

  • 250 g Joghurt pur
  • 2-4 EL (nach Geschmack) Mayonnaise
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • Kräuter (tiefgekühlt oder frisch), z.B. 2 EL Schnittlauch, 1 EL Petersilie und 1 EL Dill
  • 1/2 TL Salz, etwas Pfeffer

Zutaten verrühren, ziehen lassen, fertig.

Kräuterbutter

Kräuterbutter passt so ziemlich immer und überall!

  • 500 g Butter
  • Kräuter (tiefgekühlt oder frisch), z.B. 1 EL Schnittlauch, 1 EL Petersilie
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 1/2 TL Salz, etwas Pfeffer

Die Butter in ein Gefäß geben und bei Zimmertemper “butterweich” (haha) werden lassen. Dann die restlichen Zutaten hinzugeben und gut verrühren. Danach wieder in den Kühlschrank stellen.

Die Pizzaserie, Teil 1 - Pizzateig: preiswert, vielseitig und (relativ) einfach

Bevor wir uns der Zubereitung widmen, ein kleines Rechenexempel: Ein Kilo Mehl kostet ca. 80 Cent, ein Würfel Hefe ca. 19 Cent. Wasser, Salz und vielleicht sogar Olivenöl sollte man im Haushalt haben. Somit bekommt man für weniger als einen Euro eine große Schüssel mit vielseitig verwendbarem Teig.

Zubereitung

Einen Pizzateig zuzubereiten, ist eigentlich ganz einfach: Man nehme eine große(!!!) Rührschüssel, und befülle sie mit 1 kg Mehl, 450 ml sehr kaltem Wasser. In weiteren 50 ml des Wassers löst man einen Würfel frische Hefe und einen Teelöffel Salz und gibt diese Mischung ebenfalls in die Schüssel. Statt eines Sahnehäubchens gibt man in die Schüssel schließlich ein gutes Pintchen Olivenöl. Aus diesen Zutaten wird nun eine Pampe namens Teig zubereitet. Dazu nimmt man ein Handrührgerät, bestückt mit Teighaken, und rührt den Inhalt der Schüssel erst langsam, dann immer schneller werdend durch.

Sobald der Teig eine homogene Masse ist, kann man sehen, ob er zu dünn oder zu dick ist: Wenn man einen Finger hineinsteckt, muss der Teig daran klebenbleiben, er darf aber nicht suppig oder schleimig sein, man muss ihn ziehen und reißen können. Ist der Teig zu dünn, kommt etwas Mehl dazu; ist er zu dick, dann natürlich etwas Wasser. Irgendwann hat man einen schönen Teig — alles eine Frage der Zeit. Hat der Teig endlich die richtige Konsistenz, deckt man ihn mit einem Küchenhandtuch ab und stellt ihn für eine Stunde in den Kühlschrank.

Was geht?

Was kann man mit dem Teig nun machen? Zunächst muss man ihn portionieren. Ach ja, und vorher aus dem Kühlschrank holen. So, der mittlerweile gut aufgegangene Teig steht nun vor uns. Wir räumen noch schnell den Tisch komplett ab, wischen ihn sauber und streuen ein Häufchen Mehl in die Mitte. Mit frisch gewaschenen Händen (bzw. einer davon) greifen wir nun mutig in den Teig hinein und ziehen einen Batzen hinaus. Der Batzen wird sich zur Wurst ziehen, aber wir haben in der anderen Hand ein Messer und schneiden die Wurst am unteren Ende ab. Das sollte uns einen Teigklumpen ungefähr von der größe einer großen Apfelsine geben; für Freunde anderer Größenrelationen: etwa Körbchengröße B. Den Batzen formen wir grob zu einer Kugel und mehlen ihn in in unserem Mehlhäufchen von allen Seiten schön ein. Es ist darauf zu achten, dass der Klumpen immer möglichst rund bleibt, dann hat man später weniger Probleme, auch die Pizza rund zu bekommen. Das klingt alles sehr aufwändig, ist aber fix gemacht.

Nix gegessen, viel gelernt

Tchja, nun haben wir immer noch nichts Essbares. Was man mit den Teigbällchen macht, kommt in den nächsten Artikeln. Es wird auf jeden Fall lecker –uns erwarten gefüllte Pizzabrötchen, Tipps und Tricks für eine richtig gute Pizza sowie einige Pizza-Spezialitäten, darunter ein Rezept des Hallo-Pizza-Renners “Pizza Poncho”.

Als Resümee dieses Artikels halten wir fest: Nix gegessen, aber viel gelernt. ;)

Tiefkühlkräuter FTW!

An praktisch jede Speise außer Spaghetti Carbonara gehören ein paar Kräuter. Entweder “stand-alone” als Petersilie, Schnittlauch, Dill und Co. Oder im Gemisch als Italienische Kräuter, Kräuter der Provence oder Fines Herbes. Wenn man nach Rezept kocht, steht es meist gleich dabei, aber man darf auch experimentieren.

Man kann Kräuter und Kräutermischungen als Trockenprodukte aus dem Gewürzregal kaufen. Das Problem: Die trockenen Kräuter entwickeln praktisch kein Aroma. Ganz fies sind getrocknete Petersilie und getrockneter Schnittlauch, Italienische Kräuter hingegen sind durchaus brauchbar. Tipp: die meisten Kräuter bzw. deren Aromen sind lipophil, d.h. fettlöslich. Daher — wenn man schon Trockenkräuter nehmen muss — sollte man diese vor der Verwendung mit etwas Öl (vorzugsweise Olivenöl) mischen, so dass die verbliebenen Aroma-Bestandteile sich halbwegs entfalten können.

Besser als Trockenkräuter, die oft höchstens als Farbtupfer zu gebrauchen sind, sind natürlich knackfrische Kräuter vom Markt oder vom türkischen Gemüsehändler um die Ecke. Aaaaber: Wer hat schon Lust, die Kräuter zu lagern und dann auch noch zu schnippeln? Keiner. Daher gibt es eine gute Alternative zu frischen Kräutern: Viele Supermärkte bieten mittlerweile Kräuter und Kräutermischungen tiefgekühlt an. Das Aroma kommt zwar nicht ganz an die frischen Kräuter heran, aber dafür sind Lagerung und Verwendung um Längen einfacher.

Spaß am Kochen, aber wie?

Das Wichtigste, was man in der Küche haben muss, ist Spaß. Wenn man keinen Spaß am Kochen hat, dann muss man es entweder ganz lassen, oder man kann versuchen den Spaß zu entwickeln. Dazu braucht man zum einen Muße und zum anderen Erfolgserlebnisse.

Muße kommt oft nicht von selbst, sondern man muss sie wiederum entwickeln: Man muss sich bewusst machen, warum man gerne isst und dass schlechtes Essen schlecht schmeckt. Es hilft manchmal auch, daran zu denken, woraus schlechtes Essen gemacht ist: Gengemüse, Hormonfleisch und tonnenweise Chemie. Muße ist auch Zeit. Ein gutes Essen zuzubereiten beeinhaltet das Einkaufen, das Vorbereiten und das Zubereiten der Zutaten. Die Zeit zum Kochen ist aber schnell gewonnen: Einkaufen muss man sowieso, da macht man sich halt vorher einen Einkaufszettel. Wie lange das Vorbereiten und Zubereiten dauert, hängt natürlich vom Rezept ab. Aber wenn man abends mal eine Stunde weniger fernsieht, kann man stattdessen die schönsten Sachen zaubern.

Erfolgserlebnisse kommen von ganz alleine. Wichtig ist, dass man sich am Anfang nicht überfordert. Warum nicht nach Rezept kochen? Auch im Web gibt es massenhaft tolle Rezepte. Einfach Rezept in Verbindung mit der persönlichen Lieblingsspeise suchen, schon hat man haufenweise tolle Ideen. (Nur bitte nicht bei marions-kochbuch.de einkehren.) Wenn man nach Rezept kocht, muss man keine Angst haben, dass etwas schief geht — ähnlich wie wenn man einen Schrank nach einem IKEA-Bauplan aufbaut, kann zwar mal danebengreifen, aber das Resultat ist eigentlich immer brauchbar. Sehr schön und gut fürs Ego ist übrigens auch, für Freunde oder Lebenspartner zu kochen. Außerdem hat man dann vielleicht noch jemanden, der den Abwasch macht und die Küche aufräumt.

Ergo: Einfach loslegen! Kochen ist zwar anspruchsvoller als abends vor der Glotze abzugammeln. Aber wenn man ein Gefühl dafür entwickelt hat, ist es eine großartige Sache, und man wird mit leckerem Essen und Anerkennung belohnt!

Contutto - das etwas andere Küchenblog

Warum dieses Blog? Ich habe Lust den einen oder anderen Quark aus meiner Küche in die Blogosphäre zu schmieren. Mal sehen, wie das ankommt. ;)